/ Geschichte

Über 50 Jahre Basketball in Luzern

STV Luzern Basket ist seit mehr als 50 Jahren ein wichtiger Teil des traditionsreichen Stadtturnvereins (STV) Luzern. Der polysportive Verein gehört mit über 600 Mitgliedern zu den grossen Sportvereinen der Stadt Luzern.

STV Luzern 1967/1968
STV Luzern 1967/1968

1964 - 1970

Bereits im Jahre 1965 entstand aus den Vereinen Inkognitos und CAI Schindler der neue Verein Luzern-Basket und im Herbst 1966 folgte die Gründung des STV Luzern. Im Frühjahr 1969 wurde Luzern-Basket Teil der NLB Gruppe zusammen mit CVJM Altstetten, CVJM Basel, CVJM Birsfelden, SAM Massagno und Molino Nuovo. Zu dieser Zeit ging es zum Teil noch recht spartanisch zu und her. So spielten am 3. März 1969 SAM Massagno gegen Luzern-Basket auf einem Asphaltplatz bei 0 Grad!

Luzern-Basket 1967/1968
Luzern-Basket 1967/1968

1970 - 1975

Am 9. September 1970 dann die Fusion von Luzern-Basket und STV Luzern zum STV Luzern Basket.

 

Im Jahre 1970 wurde erstmals auch ein Damenteam gemeldet.

 

Zu dieser Zeit fand ein regelrechter Konkurrenzkampf zwischen STV Luzern Basket und TV Reussbühl (TVR) statt, was letztendlich für beide Vereine sehr förderlich war. TVR hatte jedoch, auch dank tschechischen Spielern in ihren Reihen, die Nase stets vorne.

 

1974 dann der Start der 1. Liga interregional mit NOB-Mannschaften (heute ProBasket), TVR und 4 Tessiner Mannschaften. Zu dieser Zeit hatte der STV Luzern Basket starken Zulauf von Schülern der KS Reussbühl.

 

Überliefert aus dieser Zeit ist noch eine Anekdote zum Spiel Muraltese gegen Baden. Die Badener fuhren nach Lugano statt nach Locarno, weil sie nicht wussten, wo "Muraltese" liegt. Es lebe das Navigationsgerät!

1975 - 1984: Blütezeit 1. Akt

Im März 1976 gab es nach 17 aufeinanderfolgenden Niederlagen gegen den TV Reussbühl einen 81 : 79 Sieg in der Wartegg (damals noch Doppelhalle) vor 250 Zuschauern und ganzseitigen Vorschauen und Spielberichten in den damals 3 Luzerner Zeitungen. 

 

In der Saison 1977/1978 schloss sich der erste US-Spieler dem STV Luzern Basket an. Alexander Wolff, notabene mit mittlerem Highschool-Niveau, machte sich später einen Namen als Basket-Journalist (siehe Abbildung). 

 

Trotz der Verstärkung eines College-Spieler's von Princeton, Rich Rizzuto (arbeitete mangels Finanzen als Hilfsmonteur bei Sulzer), verpasste der STV 1978/1979 den Aufstieg in die NLB knapp. Besser lief es dann eine Saison später, als Rick Taylor, Arizona State University, und dann zur Rückrunde noch Bob Comps, der Aufstieg in die NLB geschafft wurde. Zu dieser Zeit wurde der aktuelle Präsident von Emmen Basket, Pius Portmann, in die Nationalmannschaft berufen. 

 

1980 ergänzten die Spielerinnen der Damenriege das Team des STV Luzern Basket. 

 

An Neujahr 1982 und 1983 nahmen die Herren-, Damen- und Juniorenteams am Neujahrsturnier in London teil. Dabei spielte man gegen Teams wie Maccabi Tel Aviv (Micky Berkovitz, Europa's Basketballer des Jahres), Roter Stern Beldgrad und Billy Milano. 

 

Die Saison 1981/1982 verlief dann sehr erfolgreich für den STV Luzern Basket. Während die Herren den Aufstieg in die NLA schafften, wurde die Damen Spielgemeinschaft STL / TVR Schweizer Cupsieger sowie Vize-Meister. Noch besser lief es eine Saison später, als die Damen gar den Schweizer Meistertitel erringen konnten. Bitter, als sich das Herren-Team ein Jahr später wieder aus der NLA verabschieden musste. Während all dieser Zeit (1978 - 1985) waltete Georges Theiler, später National- und Ständerat für Luzern, seines Amtes als Präsident.

 

Eine weitere Fusion misslang 1986 unter kuriosen Umständen zwischen dem STV Luzern Basket und TV Reussbühl. Vielleicht war diese gescheiterte Fusion auch nur ein Vorbote für die folgenden 10 Jahre, welche mehrheitlich von sportlichen (max. 1. Liga) und organisatorischen/logistischen Problemen geprägt war. 

1997 - 2002: Blütezeit 2. Akt

In den Jahren zwischen 1997 und 2000 spielen die Herren wieder in der NLB und die Damen verbleiben in der 1. Liga. Zu dieser Zeit nehmen auch die Junioren Fahrt auf, dominieren die regionalen Meisterschaften und feiern die ersten Erfolge auf nationaler Ebene. So konnte zum Beispiel 1999/2000 der U17 Vize-Schweizermeistertitel gefeiert werden, gefolgt von der Final Four Teilnahme der U19 ein Jahr später. Zugleich feierte die Spielgemeinschaft STV Luzern Basket mit TV Reussbühl, aka Reuss Rebels den Aufstieg in die NLA. Leider folgte sogleich der Abstieg nach der Saison 2001/2002 mit der darauffolgenden Auflösung der Spielgemeinschaft. Derweil feierte die U19 den Vize Schweizermeistertitel. Im Final verlor man gegen das Team aus Blonay mit einem Spieler namens Thabo Sefolosha. 

 

Mit einer Mitgliederzahl von 190 konnte zudem ein Rekord verzeichnet werden. 

2003 - 

André Porchet tritt 2004, nach 32 Jahren Dienst als Spieler, Spielertrainer, Cheftrainer, Buchhalter, Offizieller, Programmheftgestalter und -drucker, usw. usw. zurück. Nach dem Aufstieg 2006/2007 spielte das Herren-Team bis 2010 in der NLB. Danach folgte im selben Jahr die Auslagerung des Spitzenbasketballs Herren in den neu gegründeten Verein Swiss Central Basket. 

Quelle: André Porchet